
Tiergespräche zum letzten Lebensabschnitt –
Begleitung und Raum für dich und dein Tier
Wenn wir von einer nahestehenden Person erfahren, dass ihr geliebtes Tier gerade verstorben ist, ist das für uns oft schon sehr traurig und wir fühlen aufrichtig mit. Wenn es um den Abschied bei unseren eigenen Tieren geht, ist es kaum auszuhalten. Wenn sich unser Tier aber im letzten Lebensabschnitt befindet, tauchen bei vielen Tierhaltern Fragen, Sorgen und Unsicherheiten auf. Obwohl wir uns nur sehr ungern mit dem Thema Sterben befassen, stellen wir uns Fragen wie: „Leidet mein Tier?“, „Warten wir ab und lassen es von allein geschehen?“ oder „Kann ich bei zu starken Schmerzen sein Leiden erlösen lassen?“ Solche Sorgen und Gedanken kann ich gut nachvollziehen. Ein Tiergespräch kann in dieser Zeit helfen zu verstehen, wie dein Tier seine Situation erlebt und was es sich für diesen Lebensabschnitt wünscht.


Nach einem Tiergespräch treffe allerdings nicht ich die Entscheidung, ob zum Beispiel ein Tier eingeschläfert werden sollte oder nicht. In vielen Fällen zeigen Tiere jedoch sehr deutlich, wie sie ihren Zustand empfinden und was für sie stimmig ist. Durch ein Tiergespräch hast du die Möglichkeit, die Wünsche und Bedürfnisse deines Tieres zu erfahren und ihm dadurch ein Mitspracherecht zu geben.
Kaum ein anderes Thema berührt uns so tief wie Abschied, Sterben und Trauer und gleichzeitig ist kaum ein anderes so stark von menschlichen Prägungen und Vorstellungen geprägt. Ein bewusster, begleiteter Abschied kann für beide Seiten eine große Kraft entfalten und mit zu einem der größten Geschenke werden, im Leben und über den Tod hinaus.

Wenn die Seele ihren Körper abgibt

Wenn die Seele eines Tieres ihren Körper verlässt, ist das ein Moment von großer Tiefe, Liebe und oft auch Traurigkeit. Vielleicht wurden viele gemeinsame Jahre geschenkt, vielleicht war die Zeit miteinander kurz. Jede Begegnung hinterlässt Spuren im Herzen und die Wege, auf denen Tiere ihren Körper eines Tages loslassen, sind so vielfältig wie das Leben selbst. Manchmal kündigt sich dieser Übergang langsam an, manchmal geschieht er unerwartet. Doch hinter all dem steht eine Seele, die ihren eigenen Weg geht und ihren eigenen Zeitpunkt kennt, sich aus diesem Leben zu lösen. In dieser Zeit kann es für ein Tier besonders wertvoll und bedeutsam sein, gehört zu werden und seine Wünsche mitzuteilen, es geht schließlich um sein Leben. In dieser Phase sind wir zudem als Menschen und Begleiter noch einmal auf eine intensive Weise gefragt und gebraucht. Wir dürfen uns die Frage stellen, ob wir als Menschen nicht oft nur anhand des Aussehens, des Alters oder der Gebrechlichkeit eines Tieres darüber entscheiden, wie lebenswert sein Leben noch ist. Für ein Tier selbst kann sich dieser Lebensabschnitt ganz anders anfühlen als wir "mit den Augen sehen". Gerade deshalb haben diese Tiergespräche auch eine große Tragweite, es kann sehr bedeutend sein, das Tier selbst zu hören und zu verstehen, wie es seine Situation erlebt. Hier geben Tiergespräche im Rahmen der Sterbebegleitung einem Tier Raum und eine Stimme.
Die Bezeichnung Sterbebegleitung nenne ich an dieser Stelle in Reisebegleitung um. Denn genau das ist es. Wenn der Tod nicht jeden Moment vor der Tür steht, wir aber merken das sich unser geliebtes Tier auf die letzte Reise-/ Lebensabschnitt aufmacht. Wir können ruhige "Reisevorbereitungen" mit ihnen treffen, so weit wie man sich überhaupt vorbereiten kann. Denn der Prozess kann mehrere Tage, Wochen oder auch Monate dauern, bis der tatsächliche Tag eintritt. Wenn es um die aktive letzte Phase geht, wo die Seele Ihren Körper abgibt, sprechen wir dann von der Sterbephase. Die Körperfunktionen werden eingestellt und das irdische Leben erlischt. Wenn wir diesen letzten Abschnitt bewusst begleiten, kann daraus sowohl für Tier als auch für Mensch eine heilsame Erfahrung entstehen.

Wie kann Tierkommunikation hierbei unterstützen?
Die Wahrnehmung aus dem Tierkontakt hilft zum Beispiel, das Tier in seinen stärkeren und schwächeren Momenten besser zu verstehen und seine Wünsche zur Sprache zu bringen. Diese können mit dem Tierhalter besprochen werden, um gegebenenfalls Situationen anzupassen, damit die aktuellen Bedürfnisse des Tieres berücksichtigt werden können. Mit dem Alter entstehen neue Fragen wie: „Brauchst du mehr Ruhe, wie geht es dir aktuell, möchtest du dich von jemand Bestimmtem verabschieden (andere Tiere im Haushalt oder Stall, Menschen), kannst du die großen Strecken noch laufen, den schweren Sattel noch tragen, was wünscht du dir von deinem Menschen?“ Auch Vorstellungen des Tieres zur Phase danach, zum Beispiel zur letzten Ruhestätte, können thematisiert werden. Wenn solche Themen vorab besprochen wurden, wird der Abschied wahrscheinlich nicht leichter, aber wir stehen dem irgendwann Bevorstehenden nicht mehr ganz so hilflos gegenüber. Dem Lebensabend kann so vielleicht beiderseits mit etwas mehr Gelassenheit entgegen gesehen werden. Leider verstirbt nicht jedes Tier ruhig und friedlich. Manchmal tritt es durch einen Unfall oder eine Krankheit früher aus dem Leben. Die Vorbereitungszeit entfällt und wir werden von der Trauer überrumpelt.

Das Danach ist schwer und dennoch wichtig
Auch wenn wir wissen, dass der Tod zum Leben gehört, ist es schwer zu ertragen, wenn er eingetroffen ist und unser Tierfreund von uns gegangen ist. Die Phasen die wir davor und danach erlebt haben und erleben, vom tatsächlichen Abschied bis zum Begreifen sind schwer. Die Verarbeitung der Trauer bedeutet, vom Verstand bis zur Seele zu begreifen und zu akzeptieren. Dies geschieht meistens in verschiedenen Phasen (Schock, Protest, Trauer & Schmerz, Wehmut...). Und es ist oft ein langer Weg für uns Menschen, bis das schmerzliche Gefühl nachlässt und eine leichte, freudige Erinnerung einkehrt. Diesen Prozess nennt man Trauerverarbeitung und es ist ein wichtiger Aspekt für die Seele und die Trauerbewältigung. Außerdem möchte ich deutlich machen, dass noch lebende Tiergefährten ebenfalls trauern können und dass dies sehr individuell verlaufen kann. Auch die Zeit die sie brauchen um den Tod zu verkraften, kann unterschiedlich lang oder kurz sein. Vielleicht wirst du an lebenden Tiergefährten aufgrund des Abschiedes Verhaltensveränderungen feststellen. Genauso können sich danach Herden- und Gruppenkonstellationen verändern oder neu zusammen finden. In jedem Fall sollten wir Verständnis aufbringen, dass auch Tiergefährten Ihren eigenen Trauerprozess durchlaufen.


Tiergespräche im Rahmen der Sterbebegleitung kannst du über mein Angebot auf der Seite Preise & Angebote buchen. Dort ist ein Tiergespräch in zwei Varianten erhältlich, als Paket Comfort oder Paket Premium.
Seelengespräche mit verstorbenen Tieren führe ich ebenfalls. Auch über den Tod hinaus kann es für Mensch und Tier sehr heilsam sein, noch einmal in Verbindung zu gehen und beispielsweise offene Fragen oder Gefühle anzusprechen.
Wenn du dir in deiner Trauer Begleitung wünschst, melde dich gerne per E-Mail bei mir.
